Ohne Zweifel gehört er zu den beeindruckendsten Botschaftern und Meinungsmachern unter den Weinmachern des portugiesischen Weinbaus. Als Önologe berät der dynamische Mittvierziger João Portugal Ramos mehr als ein Dutzend Weinerzeuger und Kooperativen in allen wichtigen Weinbaugebieten Portugals. Nicht zuletzt ihm ist es zu verdanken, dass das heute mit Château Lafite-Rothschild kooperierende Weingut Quinta do Carmo große internationale Anerkennung erlangte. Nach dem Einstieg der Franzosen machte sich Ramos selbständig. Höhepunkt seines bisherigen Schaffens sind seine eigenen Weine, die in der Quinta in Estremoz unter seinem eigenen Namen und unter der Marke Marqués de Borba vinifiziert, ausgebaut und vermarktet werden.
Inmitten von 40 ha eigenen Weinbergen gelegen, vereinen sich hier modernste Kellertechnik, das persönliche Engagement aller am Weinbau beteiligten Menschen und das Potenzial der sorgfältig gepflegten Rebstöcke zu großen Weinen. João Portugal Ramos nimmt Einfluss auf weitere langfristig gepachtete Weinberge (ebenfalls in der Nähe seiner Kellerei gelegen), die nach seinen Vorgaben bearbeitet werden. Im temperaturkontrollierten Barriquekeller liegen um die 600 Fässer mit je 250 l Inhalt aus portugiesischer und französischer Eiche. João Portugal Ramos´ Interesse, Tradition und Moderne miteinander zu verschmelzen, lassen bereits für die nahe Zukunft weitere große Weine erwarten. In seinen Arbeiten für andere Kellereien hat er bereits mehrfach bewiesen, dass sein Können die gesamte Palette von kleinen Alltagsweinen bis hin zu den ganz großen Weinen abdeckt.
Kein geringerer als Robert Parker Jr. hat ihn geadelt, indem er seinen Einfluss auf die Entwicklung des portugiesischen Weinbaus mit dem von Michel Rolland für Frankreich und Riccardo Cotarella für Italien verglich. Portugals größte und renommierteste Weinzeitschrift, Revista De Vinhos, kürte ihn 2000 zum "Weinmacher des Jahres". Das US Magazin Wine & Spirit im April 2002 zur "Kellerei des Jahres". Ebenso charmant wie treffend ist auch Werner Engelhards Charakterisierung "Der Zauberer von Estremoz", die im letzten Jahr im Schweizer Magazin Salz & Pfeffer nachzulesen war...