Japaner lässt Wein mit Elektrolyse in Sekunden reifen

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News Datum: 
25.01.2006

Die künstlich herbeigeführte Manipulation von Wein trägt immer neue Blüten. War es bislang notwendig Weine über Jahre im Fass und auf der Flasche reifen zu lassen um ein möglichst komplexes Bouquet genießen zu können, so soll dies nun in Sekunden möglich sein. Glaubt man dem Japaner Hiroshi Tanaka, so hat er ein Verfahren entwickelt, in der in wenigen Sekunden aus einem Beaujolais Nouveau ein schöner, reifer Wein wird.

Im natürlichen Reifungsprozess entsteht der Geschmack eines Weines aus der Verbindung von Alkohol mit Gruppen von Wassermolekülen. Wie dies genau funktioniert wird in der Wissenschaft noch diskutiert. Tanaka hat nach eigenen Angaben mit seinem patentierten Elektrolyseverfahren einen Weg gefunden, die Wassermolekülgruppen in Sekunden aufzubrechen, so  dass diese sich mit Alkohol verbinden können. Zumindest für den untrainierten Geschmack soll so aus einem jungen Wein ein vollmundiger, komplexer, gereifter Wein werden.

Der Nutzen für die Winzer ist nahe liegend. Keine langen Kapitalbindungen in den Wein über Jahre der Lagerung und keine Kosten in die Investition von Fässern.

Bislang scheint er nicht viele Interessenten zu finden. In Japan wo er seine Maschine Winzern, Reisweinherstellern und Destillerien vorstellte, hat bislang nur ein Winzer Interesse bekundet. Er befindet sich zwar Gesprächen mit Weinproduzenten in den US-Bundesstaaten Washington und Kalifornien, hat aber bislang wohl noch keine Abnehmer gefunden. In Europa, wo die Weinkultur zu den Grundpfeilern der Zivilisation gehört, ist die Skepsis zum Glück noch viel größer. In Italien, wo er bereits 2002 den Prototypen seiner Maschine vorstellte wurde er aufgefordert augenblicklich den Raum, noch besser das Land zu verlassen und nie wieder zurück zu kommen.

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