Es ist schon ein Elend: Überall muss der Teufel seine Nase hineinstecken. Ausgerechnet in den Weinbau musste er sich einmischen, woraus den armen Schluckspechten arges Ungemach entstehen sollte. Und so ist es passiert:
"Was machst du denn da, Alterchen?"
"Ich stecke ein knorriges Reis in die Erde. Wenn die Zeit reif ist, wird es herrliche Früchte tragen."
"Aha! Guck mal an"
"Diese Früchte geben einen Saft, den die Menschen leidenschaftlich lieben."
"Wart´ mal", entgegnete der Teufel, "ich helf´ dir bei der Arbeit."
Als er das gesagt hatte, griff er sich ein Lamm, einen Löwen, einen Affen und ein Schwein, rupfte ihnen die Köpfe ab und goss das Blut an den Weinstock.
Und seither ist es so: Wer ein wenig Wein trinkt, wird sanft wie ein Lamm, dann mutig wie ein Löwe; wenn er weiter trinkt, dreist wie ein Affe, und wenn er dann noch weiter säuft, wälzt er sich im Dreck wie ein Schwein.
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