Die Weinkiste - Feine Weine, Sekte & Edelbrände aus Europa

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Juli 2006

     

13.07.2006

Aktuelles

VDP - Neue einheitliche Klassifikation und keine neuen Kellermethoden

 

In der Mitgliederversammlung des VDP wurde endlich eine Entscheidung in der lange diskutierten Frage der Klassifikationen getroffen. Außerdem wurde einstimmig von der Versammlung entschieden auch zukünftig auf neue önologische Verfahren zu verzichten.

  Waren die Bezeichnungen für die Spitzengewächse aus den unterschiedlichen Anbaugebieten bislang innerhalb des VDP unterschiedlich, so konnten sich nun die Mitglieder auf eine einheitliche Regelung einigen.
  Zukünftig werden die Weine aus den ausgewiesenen Spitzenlagen als "Erste Lage" bezeichnet und sind mit einer Eins mit Traube gekennzeichnet. Ist ein Wein einer Lage mit "Erste Lage" gekennzeichnet, so darf es keinen weiteren Wein mit dieser Lagenbezeichnung in einer niedrigeren Qualitätsstufe geben. Trockene Weine der Qualitätsstufe "Erste Lage" tragen außerdem das Prädikat "Großes Gewächs", süße Weine das Prädikat "Spätlese" oder "Auslese". Große Gewächse müssen bereits ab dem Jahrgang 2006 trocken sein. Die Regelung für die süßeren Weine bedarf noch rechtlicher Vorraussetzung. Der VDP rechnet mit einer Übergangszeit von bis zu drei Jahren.
  Der Einsatz von neuen önologischen Verfahren wurde von allen Mitgliedern einstimmig abgelehnt. Unter neuen technischen Verfahren ist der Einsatz von Holzchips, die Mostkonzentration, der Wasserzusatz, Aroma- und genveränderte Hefen, sowie die Zerlegung des Weines in seine Bestandteile und die anschließende Neukomposition desselben zu verstehen. VDP Weine sollen auch zukünftig ohne diese Verfahren auskommen und weiterhin für handwerklich gefertigte Weine höchster Qualität stehen. Weine die gegen diese Regeln verstoßen dürfen nicht mit dem VDP-Siegel vermarktet werden.
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