| |
In
der Mitgliederversammlung des VDP wurde endlich eine Entscheidung
in der lange diskutierten Frage der Klassifikationen getroffen.
Außerdem wurde einstimmig von der Versammlung entschieden auch
zukünftig auf neue önologische Verfahren zu verzichten. |
| |
Waren die Bezeichnungen für die Spitzengewächse aus
den unterschiedlichen Anbaugebieten bislang innerhalb des VDP
unterschiedlich, so konnten sich nun die Mitglieder auf eine
einheitliche Regelung einigen. |
| |
Zukünftig werden die Weine aus den ausgewiesenen
Spitzenlagen als "Erste Lage" bezeichnet und sind mit einer Eins
mit Traube gekennzeichnet. Ist ein Wein einer Lage mit "Erste
Lage" gekennzeichnet, so darf es keinen weiteren Wein mit dieser
Lagenbezeichnung in einer niedrigeren Qualitätsstufe geben.
Trockene Weine der Qualitätsstufe "Erste Lage" tragen außerdem das
Prädikat "Großes Gewächs", süße Weine das Prädikat "Spätlese" oder
"Auslese". Große Gewächse müssen bereits ab dem Jahrgang 2006
trocken sein. Die Regelung für die süßeren Weine bedarf noch
rechtlicher Vorraussetzung. Der VDP rechnet mit einer
Übergangszeit von bis zu drei Jahren. |
| |
Der Einsatz von neuen önologischen Verfahren wurde
von allen Mitgliedern einstimmig abgelehnt. Unter neuen
technischen Verfahren ist der Einsatz von Holzchips, die
Mostkonzentration, der Wasserzusatz, Aroma- und genveränderte
Hefen, sowie die Zerlegung des Weines in seine Bestandteile und
die anschließende Neukomposition desselben zu verstehen. VDP Weine
sollen auch zukünftig ohne diese Verfahren auskommen und weiterhin
für handwerklich gefertigte Weine höchster Qualität stehen. Weine
die gegen diese Regeln verstoßen dürfen nicht mit dem VDP-Siegel
vermarktet werden. |