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Nachdem Ende
letzten Jahres das Weinhandelsabkommen zwischen der USA und der EU
verabschiedet wurde, blicken die Winzer skeptisch nach Brüssel und
auf die Kommission zur Überarbeitung der Marktorganisation für
Wein. Die erste gemeinsame Marktorganisation für Wein (GMO) wurde
im Jahre 1970 eingeführt und seitdem mehrere Male überarbeitet. |
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Die
Hauptziele der Reform werden wie folgt formuliert: |
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1. Die Wettbewerbsfähigkeit der Weinhersteller in der EU zu
steigern, das Ansehen der europäischen Qualitätsweine als die
besten der Welt zu stärken, alte Marktanteile zurückzuerhalten und
neue in der EU und weltweit dazu zu gewinnen; |
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2. Eine Weinordnung zu schaffen, die sich klarer und einfacher
Regeln bedient – und zwar wirksamer Regeln, die für ein
Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sorgen;
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3. Eine Weinordnung zu schaffen, die die besten Traditionen der
europäischen Weinherstellung aufrechterhält und soziale und
umweltbezogene Aspekte in vielen ländlichen Gebieten stärkt.
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Mitte
diesen Jahres soll der Rat und das Parlament informiert werden und
Ende 2006 soll über den Gesetzesentwurf entschieden werden. |
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Bislang
kann nur spekuliert werden, welche Maßnahmen tatsächlich
beschlossen werden und wie weit eine einheitliche Weinordnung
gehen wird. Werden bei der Reform nur neue Richtlinien
herauskommen, die letztendlich in Form von Gesetzen in den Ländern
umgesetzt werden müssen oder ist tatsächlich ein einheitliches
europäisches Weinrecht angestrebt. Und selbst wenn dieses
angestrebt sein sollte, würde es überhaupt Sinn machen? Kann der
Weinbau an der Ahr den gleichen Regeln wie der im Süden Spaniens
oder Italiens unterworfen sein? Regeln für Qualitätsstufen,
Etikettierung und vieles mehr gibt es bereits heute in Form von
Verordnungen. Ist letztendlich mehr erforderlich und überhaupt von
den Winzern in Europa gewünscht? Und wie werden wohl Regelungen
zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit aussehen? Werden
landwirtschaftliche Subventionen für den Weinbau erhöht? Neue
Weinbaugebiete in Europa geschaffen? Rodungsprämien erhöht? |
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Mehr Informationen gibt es auf der
Internetseite zur GAP-Reform. |