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Es war nur eine Frage der Zeit,
bis das erste europäische Weinland reagieren würde. Im letzten
Dezember klagten noch alle über das
Weinhandelsabkommen
zwischen der EU und der USA, wonach z.B. mit Holzchips
manipulierte Weine ohne Kennzeichnungspflicht in die EU eingeführt
werden dürfen. Nun scheint Frankreich das erste europäische
Weinland zu sein, welches sein Weinrecht den Gegebenheiten
anpasst. |
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Die Grundlage hierzu hatten die europäischen
Agrarminister bereits ebenfalls im Dezember letzten Jahres
geschaffen, indem sie beschlossen, dass Eichenchips in Europa
zukünftig verwendet werden dürfen. Die dafür notwendigen
Gesetzesänderungen liegen im Ermessen der Wein anbauenden Länder
selbst. |
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Dem französischen Weinbauminister Dominique
Bussereau liegt nun eine Studie vor, in der empfohlen wird die
Verwendung von Eichenchips für alle Weine zu erlauben. Den
AOC-Gebieten soll die Möglichkeit eingeräumt werden, sich gegen
den Einsatz der Eichenchips auszusprechen. |
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Außerdem sollen zukünftig Rebsortenangaben auf dem
Etikett erlaubt sein und die
VDQS-Weine sollen abgeschafft werden. Die VDQS-Weine
bilden eine Qualitätsstufe zwischen den
AOC und den
Vin de Pays Weinen. Diese Qualitätsstufe hat nie eine
echte Bedeutung erlangen können. |
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Neben den gesetzlichen Neuregelungen will die
französische Regierung ihre Winzer aber auch mit 90 Millionen Euro
unterstützen. Der über Jahre sinkende Absatz französischen Weins,
nicht nur im Ausland, sonder auch im eigenen Land und der damit
verbundene stete Preisverfall führte zu anhaltenden
Ausschreitungen in den letzten Monaten. Mit der
Unterstützung von 90 Millionen Euro für Werbekampagnen, Struktur-
und Exporthilfen soll hier wieder Ruhe geschaffen werden. |