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Im
Dezember letzten Jahres unterzeichneten die europäischen
Agrarminister das Handelsabkommen mit der USA, wonach Weine, die
nicht nach dem europäischen Weinrecht in die EU ohne
Kennzeichnungspflicht eingeführt werden dürfen. Nun haben sich 150
namhafte Winzer aus 9 Ländern zusammengeschlossen und eine
Kampagne gegen die Industrialisierung der Weinbereitung gestartet. |
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In Übersee ist es den Winzern nicht nur erlaubt
Holzchips zu verwenden und Wasser dem Wein zuzufügen, sondern den
Wein in seine Bestandteile zu zerlege und diese Bestandteile dann
beliebig neu zusammen zu setzen. Mit dieser Technik und dem Zusatz
von Aromastoffen, lassen sich beliebige Geschmacksprofile ganz
nach Wunsch kreieren. |
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Ziel der Kampagne ist es die Konsumenten nicht nur
auf dieses Abkommen aufmerksam zu machen, sondern darauf
hinzuweisen, dass keine Kennzeichnungspflicht für diese technisch
manipulierten Weine besteht! Die Winzer verweisen auf den Wein als
Kulturgut, der die Herkunftsregion, den Boden, das Terroire, den
Klimaverlauf und die Persönlichkeit der Winzerin und des Winzer
widerspiegelt.
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Ende April werden sich die Winzer im Elsaß treffen.
Dort sollen dann konkrete Projekte beschlossen werden.
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Es bleibt zu wünschen, dass dann tatsächlich
Schritte in die richtige Richtung unternommen werden! |
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Weitere Proteste gegen das Handelsabkommen und die
fehlende Kennzeichnungspflicht erscheinen wenig sinnvoll. Die
Industrialisierung des Weinbaus ist so sicherlich nicht
aufzuhalten. Vielmehr sollten sich die qualitäts- und
kulturbewussten Winzer organisieren und für einen "natürlichen
Weinbau" eintreten. Was hindert Sie denn daran, einen Verband zu
gründen, mit strikten Regeln der Weinbereitung, in dem keine
weitere Manipulationen der Weine vorgenommen werden darf.
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Und dieses sollte dann auf dem Etikett für den
Verbraucher verständlich kenntlich gemacht werden!
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Die komplette Liste der Winzer und den
vollständigen Text des "Mußbacher Manifestes" finden Sie in der
aktuellen Ausgabe des
Wein
Gourmet. |