| |
■
Weinbewertung |
|
| |
|
|
|
| |
Um
einen Wein qualitativ einzuordnen ist es unerlässlich ihn zu
testen und zu bewerten. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an
Weinbewertungen in unterschiedlichsten Fachzeitschriften,
Weinführern und im Internet. Die Weinbewertungen von
Weinjournalisten kann durchaus eine Hilfe beim Weineinkauf sein.
Letztendlich sollte Sie sich jedoch ausschließlich auf Ihren
eigenen Geschmack verlassen. Gut ist was einem selber gut
schmeckt. |
|
| |
Wie
eine Bewertungssystem aussehen soll, darüber gibt es sehr viele
verschiedene Meinungen. Grundsätzlich muss zwischen zwei Arten von
Bewertungen unterschieden werden, der Benotung von Weinen und der
verbalen Beschreibung (Degustationsnotiz). Beide Systeme haben
Vor- und Nachteile. |
|
| |
Die gängigsten Punktsysteme stellen wir im kurz
vor: |
|
| |
- 100 Punkte-System
- 20 Punkte-System
- 5 Punkte-System
|
|
| |
|
|
| |
Das 100 Punkte-System |
|
| |
Der berühmte Weinverkoster Robert Parker trug
maßgeblich zur Verbreitung und Popularität dieses Schemas bei.
Insbesondere in Übersee und vor allem in Nordamerika ist es üblich
und anerkannt, da es der Notengebung des dortigen Schulsystems
entspricht. Jeder Wein bekommt von vornherein 50 Punkte, dadurch
ist es eigentlich ein 50-Punke-System. Folgende Einstufungen sind
in dem 100 Punkte-System getroffen: |
|
| |
< 60 Punkte - |
Fehlerhafte Weine, sollten gemieden werden. |
|
| |
60 - 69 Punkte - |
Belanglose Weine mit unverkennbaren
Schwächen. Nicht zu empfehlen. |
|
| |
70 - 79 Punkte - |
Gewöhnliche Weine, die nur wenig
Trinkfreude bereiten. |
|
| |
80 - 84 Punkte - |
Ansprechende Alltagsweine von
zuverlässiger Güte. Hier ist manches Schnäppchen zu machen. |
|
| |
85 - 89 Punkte - |
Sehr gute Weine, bei denen alle
Komponenten harmonisch zusammenwirken. Mitunter findet man hier
das beste Verhältnis von Preis und Qualität. |
|
| |
90 - 94 Punkte - |
Exzellente Weine, welche Herkunft von der feinsten
Seite zeigen. Ein gehobenes Preisniveau ist oft unvermeidlich. |
|
| |
95 - 99 Punkte - |
Außergewöhnliche Weine von vielschichtiger Tiefe
und unnachahmlichem Charakter. Das Vergnügen fordert meist einen
hohen Preis. |
|
| |
100 Punkte - |
Rare Spitzenweine großer Jahrgänge. Die vollkommene
Qualität scheint fast jeden Preis wert zu sein. |
|
| |
|
|
|
| |
Das 20 Punkte-System |
|
| |
Dieses Schema ist in Europa in verschiedenen
Ausprägungen üblich. Die Bewertung erfolgt nach dem so genannten
COS-System (Color-Odor-Sapor). |
|
| |
- Color - Aussehen, Farbe, Klarheit mit maximal
2 Punkten,
- Odor - Geruch mit maximal 6 Punkten,
- Sapor - Geschmack mit maximal 8 Punkten und
- Gesamteindruck - mit maximal 4 Punkten.
|
|
| |
< 10 Punkte - |
fehlerhaft |
|
| |
10 - 12 Punkte - |
nicht zufrieden stellend |
|
| |
12 - 14 Punkte - |
gut |
|
| |
14 - 16 Punkte - |
sehr gut |
|
| |
16 - 18 Punkte - |
ausgezeichnet |
|
| |
18 - 20 Punkte - |
Spitzenqualität |
|
| |
|
|
| |
Das 5 Punkte-System |
|
| |
Die DLG, die Deutsche-Landwirtschafts-Gesellschaft,
verwendet dieses Schema bei den Bundesein-Prämierungen für Wein
und Sekt der Qualitätsstufe QbA. Dabei erfolgt die Beurteilung
nach Geruch, Geschmack und Harmonie, wie dies auch bei der Vergabe
der Prüfnummer der Fall ist. |
|
| |
0 Punkte - |
stark fehlerhaft |
|
| |
1 Punkt - |
fehlerhaft |
|
| |
2 Punkte - |
befriedigend |
|
| |
3 Punkte - |
gut |
|
| |
4 Punkte - |
sehr gut |
|
| |
5 Punkte - |
ausgezeichnet |
|
| |
Das 5 Punkte-System gibt es in unterschiedlichen
Formen. Oftmals werden die Punkte auch gegen Gläser, Weintrauben
oder Sterne ausgetauscht. Im wesentlichen spiegelt es aber unser
Schulnotensystem wieder. |
|
| |
Eine weitere Variante sind das 4 und 3
Punkte-System, welche im Grunde an das 5 Punkte-System angelehnt
sind und nur eine weitere Vereinfachung der Bewertungsmöglichkeit
und somit natürlich auch Reduzierung der Differenzierung,
darstellen. |
|
| |
|
|
| |
Das Johnson-System der Weinbewertung |
|
| |
Ach ja
und dann gibt es da noch das Johnson-Bewertungssystem. Ein wie wir
meinen sehr sympathisches, wenn auch leider nur sehr schwer
umsetzbares System. Hugh Johnson bewertet natürlich nicht wirklich
nach diesem Systeme, er verwendet das 20 Punkte-System. Das System
spiegelt zumindest die Einstellung wieder, die Weinbewertung nicht
zu sehr in ein Punksystem a la "Parker" zu zwängen. |
|
| |
Einmaliges Schnuppern - |
Der Wein ist ungenießbar |
|
| |
Einmaliges Nippen - |
Ein wirklich katastrophal schlechter Wein |
|
| |
Zweimaliges Nippen - |
Ein ausgesprochen schlechter Wein, beim ersten
Schluck war man sich nicht sicher, wie schlecht der Wein wirklich
ist. |
|
| |
Ein halbes Glas - |
Es ist nichts anderes zu trinken dar |
|
| |
Ein ganzes Glas - |
Kein wirklich guter Wein |
|
| |
Zwei Gläser - |
Ein verträglicher Wein (oder es gibt nichts anders
zu trinken) |
|
| |
Drei Gläser - |
Der Wein ist in Ordnung |
|
| |
Eine Flasche - |
Der Wein ist gut. |
|
| |
Zwei Flaschen - |
Der Wein ist wirklich gut. |
|
| |
Eine Kiste - |
Sie bevorraten sich. |
|
| |
Zwei oder mehr Kisten - |
Sie bevorraten sich und möchten Nachschub sichern. |
|
| |
Kauf des Weinberges - |
Ein wirklich ausgezeichneter Wein, die Höchstnote
im Johnson-System |
|
| |
|
|
|
| |
|
|
| |
Ist es nun von Vorteil einen möglichst großen
Spielraum bei der Punktevergabe zu haben, oder erschwert dies nur
die Bewertung? |
|
| |
Degustationsnotizen beschreiben die
unterschiedlichen Eigenschaften der Wein, erscheinen daher
ansprechender und leichter verständlich. Aber ist dies tatsächlich
so? Da es in unserem alltäglichen Sprachgebrauch für viele
Geschmackseindrücke keine gängigen Begriffe gibt, hat sich ein
spezifisches Sprachvokabular - die Weinsprache - gebildet. Wer ist
schon darin geübt Geschmacks- und Geruchseindrücke zu benennen?
Hier kommt es sehr leicht zu Fehlinterpretationen und
Missverständnissen. Die Weinsprache muss erst gelernt werden. |
|
| |
|
|
| |
Die Vorlage für die
Degustationsnotizen können Sie direkt
hier oder in unserem
Download-Center kostenlos herunterladen. |
|
| |
|
|
|