Die Weinkiste - Feine Weine, Sekte & Edelbrände aus Europa

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  Weinbewertung  
       
 

Um einen Wein qualitativ einzuordnen ist es unerlässlich ihn zu testen und zu bewerten. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Weinbewertungen in unterschiedlichsten Fachzeitschriften, Weinführern und im Internet. Die Weinbewertungen von Weinjournalisten kann durchaus eine Hilfe beim Weineinkauf sein. Letztendlich sollte Sie sich jedoch ausschließlich auf Ihren eigenen Geschmack verlassen. Gut ist was einem selber gut schmeckt.

 
  Wie eine Bewertungssystem aussehen soll, darüber gibt es sehr viele verschiedene Meinungen. Grundsätzlich muss zwischen zwei Arten von Bewertungen unterschieden werden, der Benotung von Weinen und der verbalen Beschreibung (Degustationsnotiz). Beide Systeme haben Vor- und Nachteile.  
  Die gängigsten Punktsysteme stellen wir im kurz vor:  
 
  • 100 Punkte-System
  • 20 Punkte-System
  • 5 Punkte-System
 
     
  Das 100 Punkte-System  
  Der berühmte Weinverkoster Robert Parker trug maßgeblich zur Verbreitung und Popularität dieses Schemas bei. Insbesondere in Übersee und vor allem in Nordamerika ist es üblich und anerkannt, da es der Notengebung des dortigen Schulsystems entspricht. Jeder Wein bekommt von vornherein 50 Punkte, dadurch ist es eigentlich ein 50-Punke-System. Folgende Einstufungen sind in dem 100 Punkte-System getroffen:  
  < 60 Punkte - Fehlerhafte Weine, sollten gemieden werden.  
  60 - 69 Punkte - Belanglose Weine mit unverkennbaren Schwächen. Nicht zu empfehlen.  
  70 - 79 Punkte - Gewöhnliche Weine, die nur wenig Trinkfreude bereiten.  
  80 - 84 Punkte - Ansprechende Alltagsweine von zuverlässiger Güte. Hier ist manches Schnäppchen zu machen.  
  85 - 89 Punkte - Sehr gute Weine, bei denen alle Komponenten harmonisch zusammenwirken. Mitunter findet man hier das beste Verhältnis von Preis und Qualität.  
  90 - 94 Punkte - Exzellente Weine, welche Herkunft von der feinsten Seite zeigen. Ein gehobenes Preisniveau ist oft unvermeidlich.  
  95 - 99 Punkte - Außergewöhnliche Weine von vielschichtiger Tiefe und unnachahmlichem Charakter. Das Vergnügen fordert meist einen hohen Preis.  
  100 Punkte - Rare Spitzenweine großer Jahrgänge. Die vollkommene Qualität scheint fast jeden Preis wert zu sein.  
       
  Das 20 Punkte-System  
  Dieses Schema ist in Europa in verschiedenen Ausprägungen üblich. Die Bewertung erfolgt nach dem so genannten COS-System (Color-Odor-Sapor).  
 
  • Color - Aussehen, Farbe, Klarheit mit maximal 2 Punkten,
  • Odor - Geruch mit maximal 6 Punkten,
  • Sapor - Geschmack mit maximal 8 Punkten und
  • Gesamteindruck - mit maximal 4 Punkten.
 
  < 10 Punkte - fehlerhaft  
  10 - 12 Punkte - nicht zufrieden stellend  
  12 - 14 Punkte - gut  
  14 - 16 Punkte - sehr gut  
  16 - 18 Punkte - ausgezeichnet  
  18 - 20 Punkte - Spitzenqualität  
     
  Das 5 Punkte-System  
  Die DLG, die Deutsche-Landwirtschafts-Gesellschaft, verwendet dieses Schema bei den Bundesein-Prämierungen für Wein und Sekt der Qualitätsstufe QbA. Dabei erfolgt die Beurteilung nach Geruch, Geschmack und Harmonie, wie dies auch bei der Vergabe der Prüfnummer der Fall ist.  
  0 Punkte - stark fehlerhaft  
  1 Punkt - fehlerhaft  
  2 Punkte - befriedigend  
  3 Punkte - gut  
  4 Punkte - sehr gut  
  5 Punkte - ausgezeichnet  
  Das 5 Punkte-System gibt es in unterschiedlichen Formen. Oftmals werden die Punkte auch gegen Gläser, Weintrauben oder Sterne ausgetauscht. Im wesentlichen spiegelt es aber unser Schulnotensystem wieder.  
  Eine weitere Variante sind das 4 und 3 Punkte-System, welche im Grunde an das 5 Punkte-System angelehnt sind und nur eine weitere Vereinfachung der Bewertungsmöglichkeit und somit natürlich auch Reduzierung der Differenzierung, darstellen.  
     
  Das Johnson-System der Weinbewertung  
  Ach ja und dann gibt es da noch das Johnson-Bewertungssystem. Ein wie wir meinen sehr sympathisches, wenn auch leider nur sehr schwer umsetzbares System. Hugh Johnson bewertet natürlich nicht wirklich nach diesem Systeme, er verwendet das 20 Punkte-System. Das System spiegelt zumindest die Einstellung wieder, die Weinbewertung nicht zu sehr in ein Punksystem a la "Parker" zu zwängen.  
  Einmaliges Schnuppern - Der Wein ist ungenießbar  
  Einmaliges Nippen - Ein wirklich katastrophal schlechter Wein  
  Zweimaliges Nippen - Ein ausgesprochen schlechter Wein, beim ersten Schluck war man sich nicht sicher, wie schlecht der Wein wirklich ist.  
  Ein halbes Glas - Es ist nichts anderes zu trinken dar  
  Ein ganzes Glas - Kein wirklich guter Wein  
  Zwei Gläser - Ein verträglicher Wein (oder es gibt nichts anders zu trinken)  
  Drei Gläser - Der Wein ist in Ordnung  
  Eine Flasche - Der Wein ist gut.  
  Zwei Flaschen - Der Wein ist wirklich gut.  
  Eine Kiste - Sie bevorraten sich.  
  Zwei oder mehr Kisten - Sie bevorraten sich und möchten Nachschub sichern.  
  Kauf des Weinberges - Ein wirklich ausgezeichneter Wein, die Höchstnote im Johnson-System  
       
     
  Ist es nun von Vorteil einen möglichst großen Spielraum bei der Punktevergabe zu haben, oder erschwert dies nur die Bewertung?  
  Degustationsnotizen beschreiben die unterschiedlichen Eigenschaften der Wein, erscheinen daher ansprechender und leichter verständlich. Aber ist dies tatsächlich so? Da es in unserem alltäglichen Sprachgebrauch für viele Geschmackseindrücke keine gängigen Begriffe gibt, hat sich ein spezifisches Sprachvokabular - die Weinsprache - gebildet. Wer ist schon darin geübt Geschmacks- und Geruchseindrücke zu benennen? Hier kommt es sehr leicht zu Fehlinterpretationen und Missverständnissen. Die Weinsprache muss erst gelernt werden.  
     
 

Die Vorlage für die Degustationsnotizen können Sie direkt hier oder in unserem Download-Center kostenlos herunterladen.

 
       
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